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Übersicht:
23-06-2015 Sveva Gai ist die neue Stadtarchäologin von Paderborn
18-06-2015 Abschied von Dr. Sven Spiong: Rückblick auf 12 Jahre LWL-Stadtarchäologie
14-03-2015 Archäologie in Ostwestfalen Band 12, 2014
   
     









23-06-2015
Sveva Gai ist neue Stadtarchäologin in Paderborn
Eine waschechte Römerin wird Nachfolgerin von Sven Spion

Paderborn. Was treibt eine waschechte Römerin aus der erstaunlichsten Stadt des Universums an die Pader? Die Antwort fällt Sveva Gai nicht schwer. Es ist die Archäologie, die Profession der 1961 geborenen Wissenschaftlerin. Sie hat jetzt die Nachfolge von Sven Spiong angetreten und ist Paderborns neue Stadtarchäologin. Und das ist eigentlich gar nicht so erstaunlich, denn die Forscherin ist schon seit vielen Jahren mit der Paderstadt eng verbunden.

Dass sie Archäologin werden wollte, sei ihr schon in ganz jungen Jahren klar gewesen, sagt Sveva Gai. "In der Schule hatten wir eine archäologische Gruppe, mit der wir viele Prospektionen unternommen haben. Und in Rom ist überall etwas zu finden." Doch statt sich - wie es in der ewigen Stadt eigentlich auf der Hand liegt - der klassischen Archäologie, also der Erforschung der Antike, zu verschreiben, entschied sich Gai für das Mittelalter. "Aus Neugier." Die trieb sie dann nach dem Studium zunächst nach Aix-en-Provence und für die Promotion - in der sie sich übrigens mit deutschem Glas aus dem 12. bis 18. Jahrhundert beschäftigte - nach Tübingen, bevor sie die Forschung 1994 nach Paderborn in das Kaiserpfalz-Museum führte. Da gab es für die Wissenschaftlerin viel zu tun - wie Aufarbeitung und Publikation der Erkenntnisse, die in den 1960er Jahren Wilhelm Winkelmann bei seiner Ergrabung der karolingischen Kaiserpfalz gewonnen hatte, oder bei den umfänglichen Vorbereitungen der großen Ausstellungen von der Karolinger- bis zur Credo-Schau. Selbst nachdem Sveva Gai 2005 vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe nach Münster versetzt wurde, um sich dort vor allem der Bodendenkmalpflege zu widmen, blieb die Paderstadt, in der sie schon längst auch ihre private Heimat gefunden hatte, weiterhin in ihrem beruflichen Fokus.

"Ich habe mich hier immer wohl gefühlt", sagt sie. Und so ist ihr die Freude an ihrer neuen Aufgabe deutlich anzumerken, wenn sie von den aktuellen Grabungen auf dem Geländes des ehemaligen Landeshospitals oder auf dem Domplatz erzählt. Aber wohl nicht nur, weil sie spannende Neuigkeiten aus der Paderborner Historie erwartet, sondern auch weil sich die "Archäologie hier fast zu einem Stück Alltag entwickelt hat", sagt Sveva Gai und verspricht, dass auch künftig die Bürger ihre Nasen neugierig in die Gruben der Stadtarchäologie stecken dürfen.


Text und Foto von Jutta Steinmetz am 23.06.2015, 13:05 Uhr
© Neue Westfälische 2015


Weblink:   


http://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/paderborn/paderborn/20494643_Sveva-Gai-ist-neue-Stadtarchaeologin-in-Paderborn.html

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Wissenschaftlerin mit Leib und Seele: Sveva Gai zeigt vor dem Josefs-Haus am Busdorfwall, wo die Stadtarchäologie beheimatet ist, die Überreste zweier Krüge. Sie wurden jüngst bei Grabungen im Stadtkern geborgen. 
 Foto: © Jutta Steinmetz


 

 

 

 

 

 

 

 


         
   
  18-06-2015
Abschied von Dr. Sven Spiong: Rückblick auf 12 Jahre LWL - Stadtarchäologie in Paderborn

Paderborn (lwl). Ob der Neubau der Volksbank und des städtischen Theaters am Kötterhagen, die Ursprünge der Bebauung auf dem Domplatz, Ausgrabungen am Landeshospital und Spuren des alten Hellwegs: Als Stadtarchäologe des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat Dr. Sven Spiong viele Kapitel der Paderborner Stadtgeschichte mitgeschrieben, umgeschrieben, neu geschrieben oder ergänzt. Jetzt übernimmt er neue Aufgaben als Leiter der Außenstelle der LWL-Archäologie in Bielefeld. Zu einer Feierstunde am Montag ( 22.6.), um 15 Uhr im Museum in der Kaiserpfalz sind auch alle Paderborner Bürger eingeladen.
   Spiong war für alle, die sich für Archäologie und die Stadtwerdung Paderborns interessieren, ein bekanntes Gesicht. Dazu haben Stadtführungen, Vorträge, Ausstellungen und die Konzeption eines archäologischen Stadtrundgangs beigetragen. Dass Paderborn zu den am besten erforschten mittelalterlichen Stadtgründungen gehört, ist auch sein Verdienst, wie eine Vielzahl von Publikationen belegt.
 




LWL-Pressestelle, Katja Burgemeister, LWL-Archäologie für Westfalen.

Weblinks:

http://www.lwl.org/pressemitteilungen/mitteilung.php?urlID=36486

http://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/paderborn/paderborn/20431683_Spiong-legt-den-Kratzer-aus-der-Hand.html
 
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Dr. Sven Spiong wird nach zwölf Jahren in der Stadtarchäologie Paderborn verabschiedet. Er ist jetzt Leiter der Außenstelle Bielefeld der LWL-Archäologie für Westfalen.
Foto: © LWL-Archäologie für Westfalen, Katja Burgemeister.

 

 


   
   
 

14-03-2015
Archäologie in Ostwestfalen Band 12, 2014

Die 12. Ausgabe der Zeitschrift der Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen enthält viele interessante Beiträge, die zeigen, wie reich unsere ostwestfälische Kulturlandschaft ist und welches Potenzial für zukünftige Forschungen über unsere Vergangenheit auf uns wartet.

Der Band beginnt mit einem Nachruf von Johann-Sebastian Kühlborn auf den ehemaligen Vorsitzenden der Gesellschaft (2007-2010) Dr. Otto-Werner Rappold. Die Bronzezeit ist mit Beiträgen von Torsten Capelle † und Daniel Bérenger vertreten. Von Bernard Sicherl stammt ein Beitrag zu außergewöhnlichen Funden aus Paderborn. Sven Spiong berichtet über spätkarolingische Funde bei Bad Lippspringe. Der Thematik Archäologie und Metalldetektoren geht Alexandra Pesch nach. Daniel Bérenger behandelt ein Felsrelief bei Barkhausen. Vera Brieske und Ulrike Steinkrüger stellen den neuen Jakobsweg von Minden nach Soest vor. Christoph Kühne und Siegfried Thews behandeln die Schlacht bei Warburg bzw. die Schanze bei Ossendorf. Dem Kohlenbergbau in Bielefeld-Dornberg widmet sich Heinz-Dieter Zutz. Eine Zusammenstellung der archäologischen Literatur Ostwestfalens von Daniel Bérenger rundet den Band ab.

ISBN 978-3-89534-902-7,  Preis 12,40 EURO
Alle unsere Publikationen können Sie auch direkt über die Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen e.V. beziehen. – Ab einem Bestellwert von 12,40 Euro erfolgt die Lieferung innerhalb Deutschlands ohne Berechnung der Versandkosten. – Die Anschrift finden Sie im Impressum.

Weblink:    
 

http://www.mt.de/lokales/porta_westfalica/20426124_Ist-das-raetselhafte-Relief-ein-Import-aus-Irland.html


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