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  Mitteilungen aus dem Jahr 2017      Aktuelles aus dem Jahr 2016  
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  Übersicht:                    Aktuelles vor dem Jahr 2015  

24-04-2017 Konzertreihe Wittekindsberg 2017 – Musik mit jungen Künstlern
18-05-2017 Ostwestfalens Geschichte auf der Spur
27-05-2017 Klangvolles Erwachen der Natur
20-06-2017 Zauberhafte Melodien erklingen in Margarethenkapelle in Barkhausen
05-09-2017 Furioses von der grauen Maus – Die Bratsche: Das unterschätzte Instrument
26-09-2017 Geologie und Kultur auf dem Wittekindsberg
27-09-2017 Archäologische Denkmäler auf dem Wittekindsberg 
21-11-2017 Die 13. Ausgabe der Archäologie in Ostwestfalen erscheint im Dezember 2017


                              Aktuelles Jahr
 
   
     
   
 

21-11-2017

     

Die 13. Ausgabe der Archäologie in Ostwestfalen erscheint im Dezember 2017

Mitte
 Dezember 2017 erscheint die 13. Ausgabe der »Zeitschrift Archäologie in Ostwestfalen«. Am Anfang steht ein Rückblick über die ersten beiden Jahrzehnte der Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen. Es folgen zwei Beiträge zu Altgrabungen: zu dem 1927 entdeckten endmesolithisch-neolithischen Fundplatz auf dem Heisterbrink in der Senne von B. Gehlen, W. Schön, K. Banghard und H.-D. Zutz und zu den Befunden und Funden eines eisenzeitlichen Siedlungshorizonts in Lintel Rheda-Wiedenbrück aus dem Jahre 1921 von J. W. Glaw. B. Sicherl beleuchtet mit dem Neufund einer Fibel des Typs Benstrup die Kulturbeziehungen zwischen dem Maasgebiet und Nordwestdeutschland zu Beginn der späten Eisenzeit. M. Zelle berichtet über aktuelle Funde römischer Münzen aus Lippe. J. Pape und S. Spiong rekonstruieren anhand einer Grabung in Paderborn die Siedlungsgeschichte dieses Platzes vom 2./1. Jh. v. Chr. bis ins 14. Jh. Der 1250-jährigen Geschichte Salzkotten-Scharmede ist ein Beitrag von Sven Spiong gewidmet, der die von einem lizenzierten Sondengänger gesammelten Funde bespricht. Von R. Stritzke, E. Namyslo, N. Stritzke stammt ein Beitrag über die Knochen der Haussäuger aus den Grabungen im Balhorner Feld bei Paderborn. E. Müsch und U. Lehmann berichten über ihre detaillierten Beobachtungen zu Saxscheiden aus Porta Westfalica-Barkhausen. Über den aktuellen Stand der Grabungen in der Falkenburg bei Detmold-Berlebeck informiert J. Müller-Kissing und S. Gai widmet sich der Glasausstattung dieses Adelssitzes. T. Janßens setzt sich mit dem Kreuzstein von Meißen u. a. als Rechtsdenkmal mittelalterlicher Sühneverträge auseinander. A. Weiß gibt einen Blick auf die neue Präsentation zum Römerlager Anreppen im Kreismuseum Wewelsburg. Den interaktiv-spielerischen Kontakt mit der Regionalgeschichte des 16. bis 18. Jahrhunderts stellt J. Gautier anhand des neuen Kinder- und Familienmuseums im Werburg-Museum Spenge vor. Am Ende findet sich die Zusammenstellung der in den Jahren 2012 bis 2015 erschienenen wissenschaftlichen Literatur zur Archäologie in Ostwestfalen-Lippe von J. Hallenkamp-Lumpe. – Der neue Band umfasst 158 Seiten.

ISBN 978-3-95741-075-7,  Preis 14,80 EURO. Alle unsere Publikationen können Sie auch direkt über die Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen e.V. beziehen. – Ab einem Bestellwert von 12,40 Euro erfolgt die Lieferung innerhalb Deutschlands ohne Berechnung der Versandkosten. – Die Anschrift finden Sie im Impressum.

Zum Download des Inhalts der AiO 13

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27-09-2017

     
 

Archäologische Denkmäler auf dem Wittekindsberg

Unser Wissensstand zu den auf dem Wittekindsberg bei Porta Westfalica befindlichen Bodendenkmälern ‒ dabei handelt es sich um die als Wittekindsburg bekannte Wallanlage und um die 1996 freigelegten Fundamente der vorromanischen Kreuzkirche ‒ wird aktualisiert. Um dieses Vorhaben realisieren zu können, hat die GeFAO einen entsprechenden Antrag zum diesjährigen Denkmalförderungsprogamm des Landes Nordrhein-Westfalen gestellt.

Die Arbeiten am Projekt ,,Archäologische Denkmäler auf dem Wittekindsberg" werden in der Zeit vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2017 durchgeführt. Dafür haben wir als wissenschaftliche Mitarbeiterin Frau Birte Reepen M.A. gewinnen können. Bislang gibt es keine umfassende Publikation der archäologischen Befunde auf dem Wittekindsberg. Die Wallanlagen wurden zuletzt 2005 in einem Heft der Reihe "Frühe Burgen in Westfalen" behandelt. Die 1999 in der "Archäologie in Ostwestfalen" Band 4 publizierten Kolloquiums-Beiträge zum Wittekindsberg beschäftigten sich überwiegend mit der Kreuzkirche.

Am Ende soll die aktuelle Bearbeitung u.a. auch als Grundlage für die Erneuerung der Infotafeln am Wald- und Kulturpfad Wittekindsberg dienen, die eine erste Anlaufstelle für Interessierte sind. Wer sich darüber hinaus ausführlicher über die archäologischen Denkmäler auf dem Wittekindsberg informieren will, kann in Zukunft die neuen Informationsseiten auf der Webpräsenz der GeFAO nutzen, die ebenfalls im Rahmen dieses Projekts erstellt werden. Ebenso wird man künftig über QR-Codes direkt vor Ort auch mobil weiterführende Informationen abrufen können.

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Die Archäologin Birte Reepen M.A.
© Foto: Marie Adorf
 
   
 

26-09-2017

     
  Geologie und Kultur auf dem Wittekindsberg

Einladung zur diesjährigen Führung der GeFAO mit Dr. Franke und Hans-Helmut Preusse auf dem Bergkamm des Wittekindsbergs: „Geologie und Kultur auf dem Wittekindsberg“ - vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal bis zur Wittekindsburg.

Auf dem Weg werden beeindruckende geologische Sehenswürdigkeiten aus der Erd-Geschichte, aber auch beeindruckende Zeitzeugen aus 2.000 Jahren Menschheits-Geschichte auf dem Wittekindsberg und im Areal der historischen Wittekindsburg gezeigt und erläutert.

Termin: Samstag, 30.09.2017 - 11.00 Uhr. Treffen an der Einfahrt zum Parkplatz unterhalb des Kaiser-Wilhelm-Denkmals (vor der Baustelle des neuen Kiosks). Festes Schuhwerk wird empfohlen.


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© Foto: Johann-Sebastian Kühlborn, 21. April 2016
 
         
   
  05-09-2017

Die Bratsche: Das unterschätzte Instrument trumpft in Porta auf

Porta Westfalica-Barkhausen (hel). Ach, ja, die Bratsche: Sie gilt als graue Maus unter den Streichinstrumenten, wenn nicht gar als hässliches Entlein, über das sich alle anderen lustig machen. Den Bratschern eilt der Ruf voraus, musikalisch nicht sonderlich begabt zu sein, andernfalls würden sie ja Geige spielen, so das Vorurteil. In Musikerkreisen sind Bratscherwitze daher beliebt.
Mit diesem Image kokettierte auch Nils Biesewig vom „Duo Violine und Viola“ beim Konzert „Tanz in den Herbst“ in der Margarethenkapelle, dem letzten von drei diesjährigen Sommerkonzerten, die die Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen auf dem Wittekindsberg organisiert hatte. An der Seite Biesewigs wusste die junge Finnin Anna Marila an der Violine zu begeistern. Vital und rein im Spiel, selbstbewusst und von großer Klarheit.
Dass dieses eher unvorteilhafte Bratscherbild musikalisch sofort korrigierte wurde, verstand sich nahezu von selbst. Nach dem „Einzug der Königin von Saba“ aus Händels Oratorium „Solomon“, erklangen acht von Bachs zweistimmigen Inventionen, ebenfalls für Violine und Viola eingerichtet.
Hatte die Viola (Bratsche) bei Händel noch eher eine begleitende Funktion, trat sie hier der Violine als gleichberechtigter Partnerin zur Seite. Die Werke hatten in dieser Besetzung durchaus ihren Charme und changierten zwischen tänzerisch und kontemplativ bis hin zu furios-rasant, wie der temposcharfen Fassung der achten Invention, Bach-Werkeverzeichnis (BWV) 779, die mit ihrem aufsteigendem F-Dur-Dreiklang vielen Klavierschülern geläufig sein dürfte.
Noch stärkeren Reiz entwickelten jene originär für das Duo Violine-Viola komponierten Werke, wie das dreisätzige Werk (op. 18) von Carl Stamitz, einem Vertreter der Mannheimer Schule und selbst Bratscher.
Noch prägnanter Mozarts Duo Köchelverzeichnis (KV) 423, ein Gelegenheitswerk, mit dem der Komponist seinem erkrankten Freund Michael Haydn half, eine vertragliche Verpflichtung zu erfüllen. Musik also, die wohl nicht entstanden wäre, wenn ihn Haydn nicht darum gebeten hätte. Typisch für Mozart, dass dieses und ein weiteres Duo dennoch zu den besten Gattungsbeiträgen zählen.
Beide Musiker kamen beim Publikum prima an, agierten mit größter Spielfreude und sehr präzise aufeinander abgestimmt. Diese positive Aura übertrug sich auch auf die zahlreichen Besucher der Margarethenkapelle, die nachgerade euphorisiert waren. Mit zwei Werken von Bach gab das Duo diesen Dank zurück.

Christian Helming am 05.09.2017

Copyright © Mindener Tageblatt 2017

Weblink:    


http://www.mt.de/lokales/porta_westfalica/21906567_Die-Bratsche-Das-unterschaetzte-Instrumenttrumpft-in-Porta-auf.html

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Spannten einen großen Bogen: Nils Biesewig (Bratsche) und
Anna Marila (Violine) spielten mal kontemplativ, mal rasant.
© Foto: C. Helming
 
         
   
  20-06-2017

Zauberhafte Melodien erklingen in Margarethenkapelle in Barkhausen

Porta Westfalica-Barkhausen (kr). Eintauchen in die Vergangenheit, Ruhe finden an einem Ort, an dem von der Hektik des Alltags nichts zu spüren ist: Das Collegium Musicum Herfordiensis, ein von Studierenden der Hochschule für Kirchenmusik in Herford gegründetes Vokalensemble, brachte bei seinem Konzert in der Margarethenkapelle am Sonntagnachmittag Raum und Musik wundervoll in Einklang.
Das zweite Konzert in der reihe „Wittekindsberg“ stand unter der Überschrift „Locus iste“ (Dieser Ort). Den chormusikalischen Klassiker von Anton Bruckner hatte das fünfköpfige Ensemble für seinen vokalen Ausflug in Reformationszeit und Romantik gewählt: als Würdigung des besonderen Ortes, der Margarethenkapelle am Wittekindsberg.
Diesen Berg, der bis nach dem Zweiten Weltkrieg ein Gesellschaftsberg war, wieder zu beleben, Kultur und Geschichte erlebbar zu machen, ist das Anliegen der Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen (GeFAO), wie Vorstandsmitglied Hans-Helmut Preusse zur Begrüßung betonte. Längst hat die von der GeFAO vor drei Jahren ins Leben gerufene Konzertreihe ein festes Publikum. Bekannte Gesichter sitzen auch an diesem Sonntag auf den Bänken in der fast 800 Jahre alten spätromanischen Kapelle mit seinem kuppelartigen Kreuzgewölbe.
Ambiente und Akustik erweisen sich für einen vollendeten Hörgenuss als ideal. Die unmittelbare Nähe zum Publikum sei es, was für ihn und seine Musikerkollegen den besonderen Reiz des Ortes ausmache, sagt Franz Spenn, Gründungsmitglied und Leiter des Collegium Musicum Herfordiensis, am Rande des Konzertes. „So etwas hatten wir bisher noch nicht“, so der Sänger, der den Chorälen und Motetten mit seiner Bassstimme eine sonore Tiefe verleiht und den klanglichen Kontrapart zur ungarischen Sopranistin Dóra Csepregi bildet. Ihr Landsmann József Opicz (Alt), die Lettin Liga Auguste (Sopran, Mezzosopran) und David Ludewig (Tenor), der wie Spenn aus Deutschland kommt, komplettieren das Quintett ausnehmend schöner Stimmen.
Der Zuhörer muss nicht tief religiös sein, um den Zauber auf sich wirken lassen zu können, den das Ensemble entfaltet. Mit dem Programm lässt es das Publikum den Geist der Geschichte atmen, der diesen Ort am Wittekindsberg umweht. Passend zur Jahreszeit gibt das Sommerlied „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ dem Konzert einen Rahmen.
Es erklingt zur Melodie von Max Bruch gleich zweimal, zum Auftakt und als erste Zugabe. „Unser keiner lebet sich selber“, eine von zwei Darbietungen aus den über fünfhundert Werken des frühbarocken Komponisten Heinrich Schütz, interpretiert das Ensemble hingebungsvoll und mit der ganzen Dynamik, die die inhaltliche Thematik vom Leben und Sterben erfordert. Kraftvoller, lebendiger Gesang steht im Kontrast zu ruhiger Vortragsweise, die sich schließlich einander nähern.
Zart, würdevoll zurückhaltend und mit feinem Gespür für den geschichtsträchtigen Aufführungsort entfaltet Bruckners „Locus iste“ eine besondere Magie. Reformatorische Stücke wie „Der 130. Psalm“ von Heinrich Kaminski strahlen Zuversicht aus und leben von der dynamischen Steigerung der fünf Stimmen.
Begeistert erheben sich die Zuhörer in der fast bis auf den letzten Platz besetzten Kapelle nach der Motette „Herr, sei gnädig“ von Felix Mendelssohn Bartholdy von den Bänken. Der Aufstieg hinauf auf den Wittekindsberg hat sich wieder einmal gelohnt. Auf den Rückweg wird das Publikum mit der lateinischen Motette „Locus iste“ entlassen, die als zweite Zugabe abermals erklingt. Ein ehrwürdiger und ergreifender Ausklang eines rundum gelungenen Konzerts.


Kerstin Rickert am 20.06.2017

Copyright © Mindener Tageblatt 2017

Weblink:

http://www.mt.de/lokales/porta_westfalica/21827126_Zauberhafte-Melodien-erklingen-in-Margarethenkapelle-in-Barkhausen.html

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Das Collegium Musicum Herfordiensis bereitete dem
Publikum einen vollendeten Hörgenuss.
© Foto: Kerstin Rickert




































 
         
   
  27-05-2017

Klangvolles Erwachen der Natur

Porta Westfalica-Barkhausen (kr). Mit einer Bilderbuchpremiere startete die Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen in die Konzertreihe „Wittekindsberg“.
Bestes Ausflugswetter hatte zahlreiche Besucher und Besucherinnen in die Margarethenkapelle gelockt. Für rund eineinhalb Stunden ließen sie sich von den Marimba-und Saxofon-Klängen gefangen nehmen, die ihnen das Jedendorf-Duo mit den beiden jungen Musikstudenten David Jedeck und Clemens Ohlendorf servierte.
Jahreszeit und Ambiente entsprechend, stand das Konzert unter dem Motto „Erwachen der Natur“. Behutsam passten sich die beiden jungen Künstler, Studierende der Musikhochhole Detmold, an die örtlichen Gegebenheiten mit ihrer besonderen Akustik an. Und nutzten „die kleine Kapelle mit großem Raum“, wie Marimba-Spieler Clemens Ohlendorf bemerkte, zu ihren Gunsten.
Behutsam bediente David Jedeck sein Saxofon und kreierte feine Klangbilder, die auf magische Weise in der Kapelle verhallten. Im Zusammenspiel mit seinem kongenialen Partner Clemens Ohlendorf an der einzigartig warm und rund klingenden Marimba entstanden musikalische Landschaften von faszinierendem Schönklang.
Ausnehmend geschmackvoll auch die Zusammenstellung des Programms, eine Symbiose aus Klassik und Jazz, in der der klassische Marimba-Spieler Ohlendorf und der Jazz-Saxofonist Jedeck stilistisch brillant zusammenfanden.
Gleich im ersten Stück „Rain Dance“ unterstützte David Jedeck mit Perkussionsinstrumenten. Mit einem Regenmacher ließ er Wasser fließen, das sich zu einem rauschenden Regenguss entwickelte, während Ohlendorf auf dem Marimba die Tropfen tänzeln ließ. Ein perfekter Einstieg in ein Konzert, das klanglich immer wieder durch seine entspannte, beruhigende Wirkung bestach.
Weich und melodisch schmeichelte sich Jedecks Saxofonton in Esbjörn Svenssons „Tuesday Wonderland“ ans Ohr -eine der überwiegend zeitgenössischen Kompositionen, die sich das Duo mit eigenen Arrangements auf den Leib geschrieben hat.
Wie so oft entwickelte der Saxofonist sein Spiel aus einem anfänglich behutsamen Hauchen langsam zu einer klingenden Melodie, die zum Träumen einlud und die Gedanken schweifen ließ. Bemerkenswert auch angesichts ihres jungen Alters von Mitte 20 ist, wie viel Gefühl die beiden Musiker in ihr Spiel legen. Mit leidenschaftlicher Hingabe und erstaunlicher Virtuosität zogen sie ihr Publikum in Bann, begeisterten in „Night Reflections“ aus der Feder von Clemens Ohlendorf, der hier eine kleine Trommel mit Händen, Sticks und Besen bearbeitete, mit einer Hommage an die freie Improvisation.
In schönstem Unisono bewegte sich das Duo durch das melancholische und von Balkan-Klängen durchzogene „Ilijas“ und entführte das Publikum in Edvard Griegs „Notturno“ mit romantischen Klängen.
Der liebliche Klang der Marimba, von Ohlendorf sparsam eingesetzt, und das lyrische Spiel Jedecks auf dem Saxofon gingen eine virtuose Verbindung ein, zerbrechliche Miniaturen brachten sie regelrecht zum Blühen.
Gefühlvolle Melodien von raumfüllender Weite, die sich ganz behutsam steigerten, nahmen die Zuhörer gefangen. Jazz und Klassik verschmolzen zu einer ausgewogenen, nie überfordernden Symbiose mit oft überraschendem Ende auf dem Höhepunkt delikater Arrangements.
Mit dem Balafon hatte Ohlendorf auch das traditionelle afrikanische Vorbild des Marimbaphons mitgebracht, ein Xylofon mit Klangstäben aus Holz und Kürbissen als Resonanzkörper. „African River“ heißt das Stück, das David Jedeck für dieses Instrument geschrieben hat, bei dem er selbst mit zarten Flötenklängen melodische Akzente setzt.
Mit Melodie und Gänsehaut-Moment spielte das Duo auch den Klassiker für Marimba von Astor Piazzolla „Libertango“. Sanft entwickelte Jedeck auf dem Saxofon die musikalischen Motive, während Ohlendorf auf dem Marimba für druckvolle Spannung sorgte. In einem Moment der sich steigernden Ekstase endete das Stück.
Eigentlich der perfekte Schlusspunkt, doch das Publikum wollte mehr. Nach begeistertem Applaus und zwei Zugaben ging ein beeindruckender Konzertnachmittag zu Ende.
 
Copyright © Mindener Tageblatt 2017.


Weblink:  
 
https://www.mt.de/lokales/porta_westfalica/21794326_Klangvolles-Erwachen-der-Natur.html?em_cnt=21794326

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David Jedeck begeisterte nicht nur am Saxofon, sondern griff zwischenzeitlich auch zur Flöte. Rechts Clemens
Ohlendorf, der mit Balafon und Marimba-Spiel zum
beeindruckenden Konzert beitrug.
© Foto: Kerstin Rickert



















































 
         
       

18-05-2017

Ostwestfalens Geschichte auf der Spur


In den Jahren 2005 bis 2007 wurde in Petershagen-Lahde auf dem Grundstück „Auf dem Ufer“ von der LWL-Archäologie für Westfalen eine mittelalterliche Wüstung ausgegraben. Seitdem schlummerten die zugehörigen Funde nahezu unberührt im zentralen Fundmagazin des Landschaftsverband Westfalen-Lippe in Münster. Im Jahr 2016 konnte die GeFAO dank einer finanziellen Zuwendung des Landes NRW eine Sichtung des Materials samt einer ersten zeitlichen Einordnung und der Anlage eines vorläufigen Bestandskatalogs in Auftrag geben.

Mit der Bearbeitung von 332 Kartons wurde die freiberufliche Archäologin Deborah Zarnke M.A. betraut. Bis ins Frühjahr 2017 hinein hieß es für sie nun Scherben zu sortieren und zu zählen, Knochenmaterial zu wiegen und Notizen zur weiteren Bearbeitung anzufertigen. Der Schwerpunkt der einstigen Siedlung lag im 9. bis 13. Jahrhundert. Absolut vorherrschendes Element ist der sog. Kugeltopf gewesen.

Doch die eigentliche Arbeit geht jetzt erst richtig los: das Fundmaterial wird gewaschen und beschriftet, aussagekräftige Fundstücke werden gezeichnet und die Grabungsdokumentation wird digitalisiert. – Erst nach Abschluss all dieser Vorarbeiten folgt die eigentliche Auswertung und die abschließende Interpretation der Grabung.

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  24-04-2017

Konzertreihe Wittekindsberg 2017 - Musik mit jungen Künstlern

Wittekindsberg.  Die GeFAO e.V. organisiert auch in diesem Jahr die Konzertreihe »Musik mit jungen Künstlern« auf dem Wittekindsberg. Auch in diesem Jahr finden die Konzerte wieder in der spätromanischen Margarethenkapelle statt, ein Raum mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Studierende der Hochschule für Musik Detmold und der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen in Herford werden dort folgende drei Konzerte gestalten

1. Konzert: Sonntag, den 21. Mai 2017 15:00 Uhr Das »Jedendorf Duo« (Saxophon und Marimba), David Jedeck und Clemens Ohlendorf, Studierende der Musikhochschule Detmold spielen unter dem Motto »Erwachen der Natur« Werke von Alice Gomez und Marilyn Rife, Esbjörn Svensson, Clemens Ohlendorf, Edvard Grieg, Vladislav Sedertzki, Soren Dahl Jeppesen, Avishai Cohen, David Jedeck und Astor Piazolla.

2. Konzert: Sonntag, den 18. Juni 2017 15:00 Uhr Das »Collegium Musicum Herfordiensis« der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen singt unter der Leitung von Franz Spenn Chor- und Vokalmusik zu vier bis fünf Stimmen, Choräle und Motetten der Reformationszeit und der Romantik.

3. Konzert: Sonntag, den 3. September 2017 15:00 Uhr
Zum »Tanz in den Herbst« bittet das »Duo Violine und Viola Anna Marilla und Nils Biesewig«,
Studierende der Musikhochschule Detmold. Werke von Johann Sebastian Bach, Carl Stamitz, Wolfgang Amadeus Mozart und Georg Friedrich Händel stehen auf dem Programm.

Die GeFAO möchte u.a. mit diesen Aktivitäten das Interesse auf die Kulturdenkmäler des Wittekindsberges lenken. Dazu zählen  das wertvolle,einzigartige und unbedingt sehenswerte Gebäude-Ensemble der Kreuzkirche (10.Jh.) und der spätromanischen Margarethenkapelle (frühes 13. Jh.), daneben auch das Areal der Wallanlage Wittekindsburg (3./2. Jh.v.Chr. und 9.Jh.n.Chr.) – alles eingebettet in erholsamer Natur (FFH-Gebiet) mit einer beeindruckenden Aussicht ins Wesertal, gelegen in unmittelbarer Nähe der Städte Minden, Porta Westfalica und Bad Oeynhausen.

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

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